Welche Vorteile hat kammergetrocknetes gegenüber luftgetrocknetem Holz?

Der Sinn einer Trockenkammer für Holz besteht in erster Linie in einem sehr großen Zeitvorteil gegenüber der herkömmlichen normalen Luftrocknung. Frisch geschlagenes Holz kann durchaus eine Feuchte von 80% aufweisen. Brennfertiges Holz soll jedoch lediglich eine Restfeuchte von maximal ca. 20% besitzen.


Um dieses Ziel zu erreichen, muss frisches Holz – je nach Holzart – ein bis drei Jahre an einem luftigen und vor Nässe geschützten Lagerplatz im Freien lagern. Die Trockenkammer bietet jedoch die Möglichkeit, den Trocknungsprozeß auf wenige Stunden zu reduzieren, in dem die geschlossene Kammer, in der das frische Holz gestapelt ist, auf mindestens 60 Grad Celsius erhitzt wird.


Je nach Anforderung kann auch eine höhere Trockentemperatur erzeugt werden. Bei 80 Grad Celsius z.B. wird jegliche Art von Schädlingen im Holz abgetötet, so dass es später beim Umgang mit diesem Holz zu keinerlei allergischen Reaktionen kommen kann.


Zum Aufheizen der Kammer wird ein mit Wasser gefülltes Rohrsystem mit Hilfe eines umweltfreundlich mit Holz betriebenen Vergaserofens so lange erhitzt, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist.
Das auf diese Art getrocknete Holz kann sofort als Brennholz verwendet werden.


Holz mit einer höheren Restfeuchte als ca. 20% soll aus mehreren Gründen auf keinen Fall als Brennholz benutzt werden.


Je höher der Feuchtegrad ist, um so „unsauberer“ verbrennt das Holz. Es schwelt. Dies führt einerseits zu einer höheren Umweltbelastung und andererseits gleichzeitig zu einer Verminderung des Heizwertes, da ein Teil der Heizenergie zum Verdampfen des im Holz befindlichen Wassers verbraucht bzw. vergeudet wird. Um jedoch die geringere Heizwirkung wieder auszugleichen, muss mehr Holz eingesetzt werden.


Die Regel Nr. 1 beim Heizen mit Holz lautet deshalb: Achten Sie unbedingt auf die empfohlene Restfeuchte Ihres Brennholzes.